Hoher Praxisbezug: Technik-Seminar befasst sich mit Gerüstsystemen

Blick in den Saal beim Technik-Seminar 2026

Gerüstsysteme sind so alt wie der Gerüstbau selbst. Schon das frühe Bockgerüst wurde durch geschickte Stapelung zum Gerüstsystem erweitert. Heute hat der Gerüstbauer die Qual der Wahl: Eine Vielzahl von Herstellern bietet ganz unterschiedliche Lösungen an – von der klassischen Rohr-Kupplungskonstruktion bis hin zu modernen, aufgelösten Systemen.

Das Technik-Seminar bot hier eine Art Ideenplattform. Nach einleitenden Ausführungen zur historischen Entwicklung des systematischen Gerüstbaus sowie zum Thema „Allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen und allgemeine Bauartgenehmigungen“ kamen vor allem die Praktiker zu Wort. Gerüstbauer und Ingenieure stellten spezielle und nicht selten herausfordernde Projekte vor.

So ging es unter anderem um eine Baustelle in den Berner Alpen auf knapp 3.000 Metern, um eine aufwändige Brückensanierung sowie um Gerüste für einen Rolltreppenwechsel in einer unterirdischen S-Bahn-Haltestelle. Ein weiterer Referent stellte die Vorteile aufgelöster Systeme bei der Arbeit an Erkerfassaden und in engen Hinterhöfen vor.

Auch die Themen Arbeitssicherheit und Ergonomie kamen zur Sprache, schließlich ist die Ressource Mensch im Gerüstbau ganz besonders wichtig. Ein möglichst schonender Umgang mit dieser wertvollen Ressource, so das Plädoyer, sollte ebenfalls ein zentraler Baustein bei der Wahl des passenden Gerüstsystems sein.

Teilnehmer lobten vor allem den hohen Praxisbezug des Seminars, das viele Anregungen und Denkanstöße für die konkrete Arbeit auf der Baustelle geboten habe. Nicht umsonst hatten sich die Reihen auch am späteren Nachmittag noch kaum gelichtet.

Sandro Rende, Vizepräsident des Bundesverbandes, hob zum Schluss die Innovationsbereitschaft der Branche hervor: „Neue Produkte bringen stets auch neue Herausforderungen mit. Dieses impulsreiche Seminar hat uns gezeigt, dass sich der Gerüstbau diesen Herausforderungen stellt und so die Weichen für die Zukunft der Branche stellt.“

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