Intensiver Austausch: Beiratssitzung in Hamburg

Ende Januar kamen die Landesbevollmächtigten von Bundesinnung und Bundesverband Gerüstbau und ihre Stellvertreter zur turnusgemäßen Beiratssitzung zusammen. Tagungsort war diesmal Hamburg.
Wie bereits in den Vorjahren war die Beiratssitzung an die Informationsveranstaltung der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes angegliedert. So präsentierte Dr. Stefan Häusele, Vorstand der SOKA, die Ausbildungszahlen für das Jahr 2024. Zudem berichtete er über den Start der Gerüstbau-Klassen an den Berufliche Schulen „Otto von Guericke“ in Magdeburg sowie über den Baufortschritt beim Schüler-Gästehaus, das die Sozialkasse derzeit am Standort der Berufsschule in Groß-Gerau errichtet.
Im Anschluss stellten Vorstand und Mitarbeiter der Geschäftsstelle wichtige Themen aus dem aktuellen Verbandsgeschehen vor. Hier ging es unter anderem um die Forderungen von Bau und Handwerk zur anstehenden Bundestagswahl, um Veränderungen beim Arbeitsmedizinischen Dienst der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) sowie um Pflege- und Krankenversicherungsangebote für Mitarbeiter.
Weitere Themen waren der Relaunch der Imagekampagne zur Azubiwerbung mit dem neuen Slogan „Gerüstbau: Steht zusammen, hält zusammen“ sowie das Thema Nachhaltigkeitsberichte. Hier informierte die Geschäftsstelle über den Stand der Dinge bei der Entwicklung des freiwilligen europäischen Berichtsstandards für kleine und mittlere Unternehmen (VSME) sowie des parallel dazu für das Handwerk entwickelten Tools zur Erstellung solcher Berichte, das aktuell unter dem Arbeitstitel „KMU-Modell Handwerk“ entsteht.
Im anschließenden Austausch berichteten die jeweiligen Landesbevollmächtigten sowie deren Stellvertreter aus ihren Landesbereichen. Hier kam eine große Bandbreite an Themen zur Sprache, von der aktuellen wirtschaftlichen Lage über die Umsetzung der neuen DIN 18451 bis hin zu Erfahrungen mit Softwareanbietern.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war dem Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI) gewidmet. Anhand zahlreicher Beispiele zeigte Digitalisierungexperte Bastian Strauß auf, was KI bereits jetzt leisten kann und wohin die Reise schon in naher Zukunft führen wird. Zugleich betonte er, dass der Einsatz von KI nur „die Kirsche auf der Digitalisierungstorte“ sei. Nur Betriebe, die in Sachen Digitalisierung bereits gut aufgestellt seien, könnten von KI wirklich profitieren.
Neben der Sitzung kam auch der gesellige Aspekt nicht zu kurz: Bei einer abendlichen Rundfahrt durch den Hamburger Hafen und einem gemeinsamen Abendessen in einem Brauhaus an den Landungsbrücken konnte so manches Thema noch einmal vertieft werden.