Technik-Seminar "Gerüstkonstruktionen für besondere Anforderungen"
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Gerüstkonstruktionen für besondere Anforderungen
– Abweichung zu DIN EN 12811 und DIN 4420
In der täglichen Projektabwicklung werden oft Gerüstkonstruktionen errichtet, die sich nicht in die klassischen Gerüstkategorien einordnen lassen. Es sind eben keine Fassadengerüste, Raumgerüste, Traggerüst oder Wetterschutzeinhausungen.
Gemeint sind Medienbrücken, Fußgängerbrücken, Treppentürme, Bauschildkonstruktionen, Schallschutz- und Staubschutzwände, Hallenkonstruktionen und Lagerregale für Revisionen, Stützgerüste sowie Bühnen, Tribünen, PA-Wings und FOH-Tower. Letztere sind Konstruktionen, die zu den sogenannten Fliegenden Bauten zählen.
Oft werden auch von Gerüstbaubetrieben Leistungen auf Anfrage direkt angeboten. Dann formulieren diese selbst den Leistungsumfang und legen so den vertraglichen Rahmen fest. Hier sollten klare Grenzen gezogen werden, wo eine Leistung beginnt und wo sie endet. Welche Voraussetzungen muss der Auftraggeber schaffen? Sich hier auszukennen, ist besonders wichtig, gerade dann, wenn ich mit meinen Gerüstkonstruktionen im Grenzbereich der Regelwerke unterwegs bin.
Wird womöglich eine Baugenehmigung benötigt? Wann brauche ich ein TÜV-Prüfbuch für einen "Fliegenden Bau"? Welche Lastannahmen sind bei sogenannten freistehenden Wänden zu beachten? Muss ich auch in einer geschlossenen Halle Windlasten berücksichtigen? Welches Lichtraumprofil ist bei Überbrückungskonstruktionen über den öffentlichen Verkehrsraum freizuhalten? Ist eine Fluchttreppe ein Gerüst oder eine bauliche Anlage, und was bedeutet das für die Auftragsabwicklung?
Der Auftraggeber oder Planer ist in der Regel nicht genau mit den umfangreichen, technischen Regelwerken, insbesondere beim Gerüstbau, vertraut. Das erleben die Unternehmer bei den täglich eingehenden Leistungsverzeichnissen, die sehr oft nicht den Anforderungen der VOB genügen.
Genaue Kenntnisse sind die Basis für erfolgreiches Arbeiten und ein wichtiges Werkzeug zur Risikobewertung bei der Angebotsabgabe, der Auftragsabarbeitung und der Abrechnung für den Gerüstbaubetrieb.
Um mit fundiertem Fachwissen Kunden und Planer beraten zu können, benötigen die Gerüstbau-Unternehmer auch das nötige Wissen.
Im Technik-Seminar werden die normentechnischen Rahmenbedingungen erläutert. Anhand von Praxisbeispielen werden gemeinsam mit Experten Lösungsansätze vermittelt und Antworten auf wichtige Fragen herausgearbeitet.
Dieses Seminar vermittelt Ihnen praxisbezogene Hilfestellungen.
Freitag, 12. März 2027:
- Regeln, Regelwerke, Rechtsbereiche
- Bauen nach Prüfbuch
- Arbeits-, Trag- und Stützgerüste, Regale
- Treppen und Gebäudezugänge
- Werbe-, Schall- und Staubschutzwände
- Bühnen, Tribünen, Fliegende Bauten
- Brücken und Überführungen
- Ausschreibung, Aufmaß, Abrechnung
Referenten:
Erfahrene Fachleute aus den Bereichen Gerüstbaupraxis, Ingenieurbüros sowie Technik