Gesellenfreisprechung in Weiterstadt und Dortmund
Gut 130 Gerüstbau-Nachwuchskräfte hatten zuletzt Grund zum Feiern: Sie hatten ihre Gesellenprüfung bestanden und durften im Rahmen von Freisprechungsfeiern ihre Gesellenbriefe in Empfang nehmen. Erstmals seit 1991 fand eine solche Veranstaltung auch im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Weiterstadt statt.
43 Jung-Gesellen kamen Ende Juni in der Gerüstbauhalle in Weiterstadt zusammen, um mit ihren Angehörigen sowie zahlreichen Gästen aus dem Handwerk den Abschluss ihrer Ausbildung zu feiern. Lukas Berger überbrachte als stellvertretender Geschäftsführer die Glückwünsche von Bundesinnung und Bundesverband Gerüstbau: „Jeder Einzelne von Ihnen ist ein Gewinn für unser Handwerk“, betonte er in seiner Rede.
Wo gebaut, saniert oder modernisiert wird, da brauche es Gerüste. Und wo es Gerüste braucht, da brauche es qualifizierte Fachkräfte, erklärte Berger. „Und genau deshalb sind Sie heute auch mehr als nur Absolventen Ihrer Ausbildung. Sie sind Zukunftsträger. Sie sind diejenigen, die in den kommenden Jahren unsere Bauwerke sichern, unsere Städte mitgestalten, unsere Infrastruktur ermöglichen.“
Zwei Gesellen wurden für ihre herausragenden Leistungen von der Dinser-Stiftung prämiert: Über den Ehrenpreis für die beste Gesellenprüfung durfte sich Niklas Posse aus Mainz freuen. Mit dem Preis für besonderes soziales Engagement wurde Rodan Eddy Tagne Faha aus Fulda ausgezeichnet. Die von einer Band musikalisch umrahmte Veranstaltung klang schließlich mit einem kleinen Grillfest aus.
Wenige Tage später fand dann eine weitere Feier in der alten Kaue im Bildungszentrum Hansemann (BZH) der Handwerkskammer Dortmund statt. 88 Gerüstbaugesellen und eine Gesellin wurden dort im Beisein ihrer Familien, Freunde und geladenen Gästen mit den drei traditionellen Hammerschlägen auf eine Gerüstkonstruktion von ihren Pflichten als Handwerkslehrlinge entbunden. Vorgenommen wurde die Zeremonie vom ehemaligen Leiter des Bildungszentrums Hansemann, Peter Kahl, sowie Bundesinnungsehrenmeister Jörg Berger.
Zwei Gesellen durften sich auch hier über Preise der Dinser-Stiftung freuen. Emil Walter Nissen aus Kappeln in Schleswig-Holstein wurde als bester Geselle prämiert. Konstantin Müller aus Düsseldorf erhielt den Sozialpreis der Stiftung.
Auch in Dortmund umrahmte eine Band die Feier. Zudem sorgte Künstler Georg Leiste mit seinen akrobatischen Kunststücken und seinem komödiantischen Talent für beste Unterhaltung. Durch das Programm, das mit einem gemeinsamen Currywurst-Essen ausklang, führten BHZ-Leiter Florian Pelmer sowie Kiara Baethge, beim BHZ zuständig für die Lehrgangsplanung.
„Ein herzliches Dankeschön gilt allen Herstellern, Partnern und Sponsoren, die mit ihrer großzügigen Unterstützung und ihrem Engagement diese großartige Abschlussfeier überhaupt erst möglich gemacht haben“, betonte Pelmer abschließend.
(c) Bildergalerie: Leopold Achilles / HWK Dortmund