Handwerk fordert raschen Bürokratieabbau
Den Abbau von Bürokratie in Deutschland hat sich die Ampelkoalition als wichtiges Ziel für ihre Regierungszeit gesetzt. Anlässlich der Veröffentlichung einer Vorschlagsliste fordern Handwerksverbände, endlich die Umsetzung anzugehen.
442 Vorschläge enthält die Liste, die das Bundesjustizministerium Mitte April veröffentlicht hat. Sie sind das Ergebnis einer Umfrage unter Verbänden, nicht zuletzt aus dem Bereich des Handwerks. Von dort kommt entsprechend Zustimmung: „Die priorisierte Bündelung zahlreicher Vorschläge des Handwerks und anderer Verbände bietet die ideale Grundlage für das angekündigte Bürokratieentlastungsgesetz, denn hier kommen Vorschläge aus der Praxis“, erklärt der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke.
Zugleich appelliert Schwannecke an die Bundesregierung, den wiederholten Ankündigungen nun schnell Taten folgen lassen: „Die Vorschläge waren bereits zu Beginn der Legislatur weitgehend bekannt. Wir dürfen keine weitere Zeit verspielen, die die Betriebe nicht haben.“
Auch Bundesinnung und Bundesverband Gerüstbau fordern eine rasche Umsetzung der Vorschläge. „Bürokratische Hemmnisse lähmen unsere Betriebe schon seit langem“, betont Bundesinnungsmeister und Verbandspräsident Marcus Nachbauer. „Wenn es in dem Tempo weitergeht, dann wird das wieder nichts mit dem Bürokratieabbau. Und das wäre fatal für das Handwerk in Deutschland.“