Neues Schulungszentrum und Werkstätten für das Gerüstbauer-Handwerk

(v.l.n.r) Dr. Christof Riess, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, Marcus Nachbauer, Präsident des Bundesverbandes Gerüstbau und Bundesinnungsmeister, Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und Susanne Haus, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. Foto: Joachim Michels

Ergänzend zur bisherigen Infrastruktur kommt ein Neubau auf der Fläche des früheren Internats. Es verfügt über eine Fläche von 1.200 Quadratmetern, eine Traufhöhe von 12 Metern und eine Vorrichtung für den Bau von Hängegerüsten und eine Kapazität von 60 Auszubildenden, also 2 Klassen. Komplettiert wird die Lern- und Lehrinfrastruktur von einem neuen Schulungszentrum; es bietet zwei Schulungsräume für rund 35 Teilnehmer, sanitäre Einrichtungen, Umkleiden, Lagerräume, Büroräume und EDV-Arbeitsplätze. Weiterhin verfügt es über ein Freigelände. Die Bestandshalle von 400 Quadratmetern auf dem Gelände hat die Kammer 2018 komplett saniert.

Durch das seit vorigem Jahr eröffnete Internatsgebäude mit 113 Betten, bietet sich der Standort Weiterstadt auch als bundesweite Bildungsstätte an. Im Gerüstbauer-Handwerk stellt Weiterstadt zusammen mit Berlin und Dortmund einen von nur drei Ausbildungsstandorten in der Aus- und Weiterbildung in Deutschland dar. Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main: „Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main hat sich gemeinsam mit Fachverbänden und Innungen das Ziel gesetzt, die Aus- und Weiterbildung von Nachwuchstalenten und Fachkräften in der Metropolregion zukunftsfähig aufzustellen. Hierzu gehört eine moderne Lerninfrastruktur, ein zeitgemäßes pädagogisches Konzept und aktuelle Lerninhalte für die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, aber auch für die Meister- und Fortbildungskurse. Mit dem neuen Gerüstbauzentrum nebst Internat schaffen wir die Möglichkeit, dass auch Menschen, die von weiter weg kommen, die Chance haben, gut aus- und weitergebildet zu werden.“

Neben einer Förderung vom Bund durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (Bibb), erhielt das circa 8 Millionen Euro teure Projekt eine weitere Förderung durch das Land Hessen über das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, die WIBank.

Marcus Nachbauer, Präsident des Bundesverbandes Gerüstbau und Bundesinnungsmeister sagte: „Seit 1991 gibt es die Ausbildung im Gerüstbauer-Handwerk bereits. In dieser Zeit sind allein hier in Weiterstadt 1.524 Gesellen ausgebildet worden. Dass unser Handwerk diese ausgebildeten Fachkräfte ganz dringend braucht, ist offensichtlich: Es gibt einen enormen Sanierungsbedarf bei öffentlichen wie auch privaten Gebäuden. Neuer Wohnraum muss geschaffen werden und viele Menschen sichern Ihr Geld in unsicheren Zeiten durch eine Anlage in Beton, kurz: der Bedarf ist riesig und für all das brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte, die ihr Handwerk von der Pieke auf gelernt haben.“

 

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