„Richtige Richtung“ – Baubranche nach dem Wohnungsgipfel

Bundeskanzler Olaf Scholz hat an diesem Montag zum Wohnungsgipfel ins Kanzleramt geladen. Das bei diesem Anlass vorgestellte Maßnahmenpaket stößt in der Baubranche grundsätzlich auf Zustimmung. Nun, so heißt es, müssten den Worten Taten folgen.
Der Gipfel war mit Spannung erwartet worden. Würde die Bundesregierung die Warnrufe der Baubranche ernst nehmen? „Die geplanten Maßnahmen für zusätzliche Investitionen gehen in die richtige Richtung“, kommentiert der Vizepräsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Wolfgang Schubert-Raab, das im Kanzleramt vorgestellte Unterstützungspaket der Bundesregierung. Den Worten aber müssten jetzt Taten folgen: „Bund und Länder, deren Kooperation insbesondere bei der Grunderwerbssteuer und im sozialen Wohnungsbau gefragt ist, müssen jetzt den Turbo für den Wohnungsbau auch zünden“, betont Schubert-Raab. Langwierige Diskussionen könne sich niemand mehr leisten.
Auch Marcus Nachbauer, Bundesinnungsmeister und Präsident des Bundesverbands Gerüstbau, zeigt sich im Grundsatz zufrieden mit den Ergebnissen des Gipfels: „Viele Forderungen aus der Baubranche wurden glücklicherweise aufgegriffen.“ So werde der ambitionierte EH-40-Standard vorerst nicht als verbindlicher energetischer Neubaustandard festgeschrieben. Richtig sei es auch, den Erwerb von Wohneigentum für Familien stärker zu fördern und die Einkommensgrenze hierfür auf 90.000 Euro im Jahr heraufzusetzen.
„All das muss jetzt zügig umgesetzt werden“, so Nachbauer. „Wer jetzt noch zögert, riskiert Arbeitsplätze. Und das kann niemand wollen.“